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Die Wintertraube

Die Kunst der Ökonomie (Janine Kevits)

Der Winter stellt für die Fauna eine besonders anspruchsvolle Prüfung dar, da sowohl Kälte als auch Nahrungsmangel zu bewältigen sind. Einige Insekten haben sich dafür entschieden, ihm auszuweichen, und ziehen in wärmere Regionen; dazu zählt etwa der Schmetterling Distelfalter. Andere setzen ihre Überlebenschancen vollständig auf wenige Individuen, die als Fortpflanzer während der günstigen Jahreszeit reichlich ernährt werden und im darauffolgenden Frühjahr allein eine neue Kolonie gründen sollen; so verfahren Wespen, Hornissen und andere solitär lebende Bienen. Die Honigbiene hingegen hat einen anderen Weg gefunden: Es ist die leistungsfähige Organisation der von ihr gebildeten Kolonien, die es ihr ermöglicht, diese Herausforderung zu meistern, indem sie zwei in der Insektenwelt völlig neuartige Strategien umsetzt: zum einen die Anlage von Vorräten und zum anderen die Umstrukturierung der Kolonie zur Bildung der Wintertraube, eines Systems, das durch das Fehlen von Brut sowie durch Funktionsweisen gekennzeichnet ist, die sich grundlegend von denen der Sommerkolonie unterscheiden.

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 Siehe auch:

Das Lebenskapital der Bienen erhalten

Die Überwinterung erfolgreich gestalten

 

 

Quelle: abeilles & cie; 124-2009 Nr. 131  http://www.cari.be

 

Autor
Janine Kievitz
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