Beutentypen
Der Pavillonbienenstand stammt aus dem 19.Jahrhundert; seine Konzeption diente der Lagerung von Körben und Bienenstöcken mit Zugang von der Rückseite. Der Bienenstand sollte die Bienen vor Wind, Regen und Diebstahl schützen. Die «Schweizer» Hinterbehandlungsbeute ist bis heute die am weitesten verbreitete Betriebsform in der Deutschschweiz. Außerhalb der Schweiz wird die Imkerei überwiegend mit Mehrzargenbeuten betrieben.
Pavillonbienenstand oder Freilandbienenstand?
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Pavillonbienenstand
Der Pavillonbienenstand stammt aus dem 19.Jahrhundert; seine Konzeption diente der Lagerung von Körben und Bienenstöcken mit Zugang von der Rückseite. Der Bienenstand sollte die Bienen vor Wind, Regen und Diebstahl schützen. Die «Schweizer» Hinterbehandlungsbeute ist bis heute die am weitesten verbreitete Betriebsform in der Deutschschweiz. Außerhalb der Schweiz wird die Imkerei hauptsächlich mit Mehrzargenbeuten betrieben.
Vorteile:
- Die Völker, Beuten und Werkzeuge sind vor Wind, Feuchtigkeit und Diebstahl geschützt
- Ein Anstrich der Beuten ist überflüssig, sie halten über Jahrzehnte
- Imkern ist auch bei Regen und Kälte möglich
- Stiche sind seltener, da der Ausflug an der Vorderseite des Bienenstandes erfolgt
- Werkzeuge und Materiallager sind griffbereit
- Der Bienenstand erspart einen zusätzlichen Lagerort und Autofahrten
- Eine regionale Tradition wird erhalten
Nachteile:
- Hohe Anschaffungskosten
- Eine Baubewilligung ist erforderlich
- Ein Standortwechsel zu einem besseren Platz ist aufwendig und teuer
- Die Anzahl der Völker ist durch die Größe des Bienenstandes begrenzt
- Der Imker ist an den Standort gebunden
- Begrenzte Lagerkapazität
- Die Honigernte erfordert häufig einen anderen Ort, da viele Bienenstände klein sind und nur einen Raum haben
Freilandbienenstand
Die Freilandimkerei in ihrer einfachsten Form wird mit zwei bis zehn Beuten betrieben. Bei dieser Betriebsgröße erfolgt die Lagerung von Werkzeugen und Material im Keller oder in der Werkstatt. Für die Honigernte wird ein sauberer, geruchsfreier Raum genutzt. Die Freilandimkerei wird vorwiegend mit Mehrzargenbeuten betrieben.
Vorteile:
- Keine Baubewilligung erforderlich
- Minimale Kosten (allenfalls Pacht des Grundstücks)
- Anpassungsfähig an die Umgebung
- Da schützende Wände eines festen Bienenstandes fehlen, reagieren die Bienen schneller auf Temperaturänderungen
- Förderlich für rationelles Arbeiten mit den Völkern (gute Platz- und Lichtverhältnisse)
Nachteile:
- Die Beuten sind Witterung und Diebstahl ausgesetzt
- Es wird ein Ort für Werkzeuge und Materiallagerung benötigt (Rähmchen, Böden usw.)
- Für alle Arbeiten müssen Werkzeuge und Rähmchen transportiert werden, was in der Regel ein Auto erfordert
- Arbeiten sind bei schlechtem Wetter erschwert
- In der Regel muss beim Arbeiten ein Schleier getragen werden


